Sascha Grammel
spielt er öffentlich mit seinen Puppen, und überrascht dabei sofort mit einem außergewöhnlichen Mix aus lässiger Comedy und allerbestem Bauchreden. Von Anfang an schauen ihm dabei Leute zu. Inzwischen sehr viele. Und nicht alle tragen seinen Nachnamen. Dabei ist es ein sehr schöner Nachname. Ein sehr, sehr schöner Nachname. Doch als wäre sein Nachname nicht schon schön genug, revolutioniert Sascha im Laufe der Jahre mit seiner unbekümmert-fröhlichen Art auch noch sanft die hohe, aber eben auch verdammt eingestaubte Kunst des Bauchredens. Und gibt dem Ganzen gleich einen neuen, stolzen Namen: „Puppet-Comedy“. Nochmal für alle zum Mitschreiben: „Puppet-Comedy.“
Versehen mit diesem griffigen Qualitätssiegel mischt er in seinem mitreißenden Live-Programm „Hetz mich nicht!“ seinen oft skurrilen, aber nie verletzenden Witz mit perfektem Puppenspiel und der (besonders für Bauchredner extrem praktischen) Fähigkeit, mit dem Bauch zu reden. Auf der Bühne erhält der Berliner, `tschuldigung: der Spandauer tatkräftige Unterstützung: unter anderem von der einfach zuckersüßen Schildkröte Josie, die Teilzeit als EC-Automat im Außendienst arbeitet - inklusive unwiderstehlichem Augenaufschlag und speziellem persönlichem Kundenservice.
Außerdem dabei: Professor Doktor Peter Hacke, promovierter Ökotrophologe und waschechter Hamburger, der sich - immer im Dienste der Wissenschaft - leidenschaftlich dem Thema Fastfood und seinen Risiken und Chancen widmet. Und last but not least: Grammel’s alter ego Frederic Freiherr von Furchensumpf, gefiederter Showstar und langjähriger Begleiter, der irgendwo zwischen Punk und Adel konsequent seinem vom Kiffen etwas überentspannten Lebensmotto „Hetz mich nicht!“ folgt und Sascha damit oft (und immer wieder gern) tierisch auf die Nerven geht. Das alles ist dabei so perfekt gespielt, die Puppen so echt, ihre Charaktere so greifbar und lebensnah, dass sich einfach jeder im Publikum schon nach wenigen Augenblicken gern der Illusion geschlagen gibt und alle drei, Josie, Frederic und Professor Hacke, für quicklebendig hält. Dass Sascha Grammel, Stimme und Chef der drei, mindestens schizophren sein muss, versteht sich von selbst! Grammel sieht das allerdings anders. „Meine Selbstgespräche sind mir nicht unheimlich! Unheimlich ist mir die Tatsache, dass mir so viele gern dabei zuhören!“



